Deutsche Hilfe für XLX508

  

Der XLX508 wurde ursprünglich aufgesetzt, um dem Bereich Ostwestfalen einen Gateway zu liefern, dass sich Stationen, die DMR benutzen mit Stationen in DStar unterhalten können.

Später kam noch die Möglichkeit hinzu, dass auch Stationen in C4FM mit den DMR und den DStar Stationen Sprechen können.

Im Laufe der Zeit wurden die einzelnen Module konfiguriert und bestimmten Funktionalitäten bzw. Nutzungen entsprechend konfiguriert.

Modul A = International Hier ist Traffic von verschiedenen anderen XLX Gateways zu hören, die das Modul A mit dem XLX508 verbunden haben. Dieses Modul sollte möglichst für „internationale Verbindungen genutzt werden.

Modul B = Regional Ausweich Modul OWL. Hier können Stationen die den allgemeinen Traffic auf XLX508J nicht stören wollen hin ausweichen.

Modul C = Hier hab ich den Plan ein Peering zum DCS001C oder XLX262C zu machen. Bisher habe ich aber leider noch keine ANtwort von den Betreibern.

Modul D = Das Schweizer Modul. Hier findet der gesamte Schweizer digitale Standard Funkverkehr statt. Der XLX229 D ist mit dem XLX508D verbunden. Alle Schweizer DStar Repeater sind auf den XLX229D gelinkt und auch entsprechend ist das dann auf dem XLX508 D zu hören und mann kann auch direkt dort sprechen und wird dann auf allen Schweizer Repeatern gehört.

Modul E: Dieses Modul ist zum Austausch von Bildern vorgesehen. Der Icom IC9700 sowie der ID-4100 und der ID51Plus2 bieten in Verbindung mit der entsprechenden Icom Software die Möglichkeit Bilder miteinander auszutauschen. Das Modul E ist mit dem XLX227E, dem XLX555E, dem XLXCAT und dem XLX802E verbunden. Weitere „Peering“ sollen folgen, hängt aber von den Sysops der XLX Server ab.

Modul G = Hier ist die Brücke (Bridge) zu DMR und C4FM geschaltet. über DMR erreicht man diese Bridge in der TG26446 im Brandmeister Netz sowie über den C4FM Room DE OWL (YSF19829).  Hier können DStar, C4FM und DMR Funker gemeinsam QSOs führen. Es findet ein sogenanntes Transcoding mehr oder weniger in Echtzeit statt, sodass eine Aussendung immer in jeder der drei Betriebsarten hörbar ist.

Modul J = das ist der Reflector in Dstar für den Bereich Ostwestfalen. Ursprünglich als Alternative für DCS001J gedacht, aber da der DCS001 seit geraumer Zeit Probleme macht wird das Modul J seit kurzem sehr rege genutzt.

 

Was steckt dahinter?

Die ganze Funktionalität hört sich erst einmal sehr kompliziert an, ist sie aber nicht wirklich.

Hier eine kurze Erklärung wie die ganzen Angebote vom XLX508 funktionieren bzw. was da hinter steckt.

Der XLX508 sowie der YSF19829 laufen auf einem Server, der in Frankfurt steht und über diverse Konnektivitäten mit dem restlichen Internet verbunden ist.

Es steht eine 10Gbit Leitung zur Verfügung, die aber wiederum mit anderen Services geteilt wird.

Wir haben eine garantierte Up und Download Geschwindigkeit von je etwa 1Gbit.

Der XLX508 ist das Herzstück des ganzen Systems und stellt die diversen Verbindungen zu anderen Services her. Dies ist zum einen der Brandmeister Master 2622, der die Anbindung für den DMR Zugang von der TG26446 bietet, zum anderen aber auch die Verbindung zum YSF19829(DE OWL) liefert, der auf dem gleichen Server läuft.

Dann gibt es noch die Funktionalität des Transcodings, dies ist die Übersetzung der verschiedenen Modi in die anderen Modi. Hierfür betreibe ich bei mir zuhause einen kleinen Mini Rechner einen sogenannten LePotato mit Linux drauf, an den ein Ambe 3003 und ein Ambe 3000 angeschlossen sind.

Die Ambes Codecs liefern insgesamt 4 Kanäle; die die Übersetzung von einem in einen anderen Modus bewerkstelligt. Dieses Transcoding ist ein so genanntes Hardware Transcoding und wird in annähernd Echtzeit gemacht. Somit bedarf es immer 2 Kanäle um von z.B. DMR in DStar zu übersetzten (transcodieren).

Dies bedeutet, dass auf 2 Modulen gleichzeitig ein Transcoding stattfinden kann.

Das Transcoding von C4FM nach DMR und vis versa werden softwareseitig gemacht, da DMR und C4FM sehr ähnlich sind und es hierfür keinen Chip (keine Hardware) braucht.

Soviel zum Betrieb des XLX508.

Kommen wir nun zu den Möglichkeiten und was man tun muss, um den XLX508 zu nutzen.

Man braucht ein Funkgerät, welches eben DMR oder DStar oder C4FM kann, sonst eigentlich nichts an Hardware.

Man geht auf den nächst gelegenem Repeater und verbindet sich zum XLX508 in DStar/ zum YSF19829 in C4FM /oder mit der TG26446 im Brandmeister Netz in DMR.

 

Wie macht man das?

Fangen wir mit DStar an:

In DStar gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem wie der persönliche Hotspot/ der nahe gelegenen DStar Repeater konfiguriert ist.

Man stellt sein Funkgerät auf die entsprechende Frequenz, und stellt die Parameter dazu passend zum Hotspot ein:

Nehmen wir DB0HFD mal als Vorlage:

Frequenz 438.525 Ablage Minus 7.6Mhz

RPT1 „DB0HFD B“ 

RPT2 „DB0HFD G

In „To Station“ muss stehen:  „Use Repeater CQCQCQ

Mit dem DTMF Ton „0“ kann mann überprüfen, wohin der Repeater verlinkt ist.

Über die DTMF Tasten kann man entweder direkt oder über eine gespeicherte Tonfolge den XLX und das entsprechende Modul aufrufen. Je nachdem wie der Repeater konfiguriert ist, muss entweder A50810 aufgerufen werden um beispielsweise das Modul J aufgerufen wird.

Es kommt dann die Meldung: „Verbunden mit X L X 5 0 8 J“

Wenn der Repeater anders konfiguriert ist und das nicht funktioniert, kann man versuchen, den XLX508J mit der DTMF Folge D50810 aufzurufen.

Es sollte dann die Meldung Es kommt dann die Meldung: „Verbunden mit D C S 5 0 8 J“ kommen.

Wenn das auch nicht funktioniert, wurde die Datei, die die Adressen der einzelnen Gateways dem Repeater zur Verfügung stellt lange Zeit nicht auf den Stand der Dinge gebracht.

Es gibt noch eine 3. Möglichkeit, in dem man den XLX508 mit dem jeweiligen Modul in seine Your Callsign Liste im Funkgerät einträgt.

Als Beispiel für das Modul J

Name : XLX508 OWL

Call Sign DCS508JL oder alternativ wenn XLX Unterstützung am Repeater aktiviert ist XLX508JL

Dann „To Station“ den entsprechenden Eintrag wählen um den Repeater/Hotspot zu verlinken.

 

Nun zu DMR:

In DMR muss man eben auch auf einem Repeater/Hotspot im BM DMR Netz sein.

Das Funkgerät muss einen Kanal programmiert haben, der der Frequenz des Hotspots/Repeaters entspricht. Es muss die TG 26446 gewählt werden um auf das Modul G zu gelangen, wo der Crossbandbetrieb möglich ist.

 

DMR direkt auf XLX508:

Es gibt auch die Möglichkeit jedes der Module direkt in DMR zu erreichen.

Hierzu müsste der Hotspot oder der Repeater, über den man arbeitet, direkt mit dem XLX508 und dem entsprechenden Modul verbunden werden.

Die ganze Funktionalität hört sich erst einmal sehr kompliziert an, ist sie aber nicht wirklich.

Eine Voraussetzung muss der Hotspot erfüllen: Es muss PI-Star mit mindestens der Version 4.1 RCXXX installiert sein. Diese findet man hier: PI-Star 4.1 RC7

Hierzu müsste der Hotspot oder der Repeater, über den man arbeitet, direkt mit dem XLX508 und dem entsprechenden Modul verbunden werden.

Hierzu muss der Hotspot oder der Repeater mit dem XLX508 verbunden werden und dann kann man über ein Private Call das jeweilige Modul aufrufen.

A steht für 4001, G = 4007 , J = 4010 . Einfach den Buchstaben im Alphabet nehmen und gegen die entsprechende Nummer austauschen.

Der XLX508 bietet einen direkten Einstieg für DMR an.

Hierzu muss der Hotspot/Repeater direkt mit der IP des XLX508 verbunden werden.

PiStar bietet hierzu eine schöne Funktion den DMR Gateway. Dort lässt sich ein BM Server ein DMR+ Server sowie ein XLX Server konfigurieren.

Wenn diese Funktion des DMR Gateways aktiviert ist und der XLX508 dort konfiguriert ist, verbindet sich der Hotspot/ der Repeater direkt mit dem XLX508 und dem entsprechend konfigurierten Modul.

Am Funkgerät muss lediglich ein Kanal für den Hotspot/Repeater konfiguriert sein und die TG6 muss als Talkgroup im TS2 konfiguriert sein.

Der Hotspot funktioniert dann wie gewohnt im BM Netz. Nur wenn man den Kanal mit der TG6 nutzt wird der XLX508 angesprochen.

Mit einem Private Call 4000 in der TG6 kann man das Modul trennen. Mit 4001-4026 kann man das Modul A – Z aufrufen.

Hierzu muss der Hotspot oder der Repeater mit dem XLX508 verbunden werden und dann kann man über ein Private Call das jeweilige Modul aufrufen.

Dies funktioniert folgendermassen sofern man mit PiStar arbeitet:

Man loggt sich über das Webinterface des Pistar in die Konfiguration ein.

Dort findet man folgende sektion im Bereich DMR:

DMR-config

Im Feld DMR Master wechselt man vom eingestellten Wert auf „DMR Gateway“. Dies ist der erste Eintrag im Scroll Down Menu des DMR Master.

DMR-config-Gatewayauswahl

Dann drückt man auf Speichern um diese Konfiguration erst einmal zu sichern.

Wenn das geschehen ist, wird das DMR Konfigurationsmenü erweitert und es erscheinen zusätzliche Felder.

DMR-config

Zusätzlich erscheinen mehrere Möglichkeiten für verschiedene DMR Netze.

Bei „Brandmeister Netzwerk ID“ trägt man den Master ein, den man sonst im DMR Master stehen hatte, in der Regel für DL ist das BM_Germany_2621 (oder 2622)

Bei „Brandmeister Netzwerk Enable“ schiebt man den Schieber nach rechts, damit das BM Netz eingeschaltet wird.

Damit ist der Hotspot für das BM Netz konfiguriert und alle Einstellungen sind gemacht, damit der Hotspot genau wie vorher läuft.

Den DMR+ Master lassen wir aus, aber wenn jemand möchte, kann er den sich nach seinen Bedürfnissen konfigurieren und den entsprechenden Master aufrufen.

Ins DMR+ Netz gelangt man vom Funkgerät aus über die „TG7“ . Die TG7 ist die TG9 des DMR+ Netzes.

Alle Private Calls müssen über die TG7 abgesetzt werden um dann einen Reflector aufzurufen.

Nun kommt der Zugang zum XLX DMR Zugang:

In XLX Master wählt man den XLX508.

Im Startup Module wählt man das Modul J um auf den XLX508J zu kommen. Es funktionieren aber auch alle anderen Module entspechend.

Der Schieber XLX Master Aktiv muss auch wieder nach rechts geschoben werden um ihn zu aktivieren.

Danach speichert man das Ganze wieder ab und die Konfiguration ist fertig.

Um auf den DMR XLX508 zu gelangen, muss man im DMR Gerät die TG6 programmiert haben.

Über die TG6 gelangt man dann ohne zutun auf den XLX508.

Da man ja im Hotspot ein Modul vordefiniert hat, ist kein „Private Call“ nötig um dieses aufzurufen.

Jedoch kann man jedes andere Modul über ein „Private Call“ erreichen, in dem man mit den Nummern 4000-4026 arbeitet.

A steht für 4001, G = 4007 , J = 4010 . Einfach den Buchstaben im Alphabet nehmen und gegen die entsprechende Nummer austauschen.

 

C4FM:

In C4FM muss man auf einen Repeater/Hotspot gehen und am Funkgerät muss dafür die entsprechende Freuqenz eingestellt sein.

Man ruft die Liste der möglichen Verbindungspunkte ab und Wählt DE OWL YSF 19829 aus und verbindet sich entsprechend den C4FM Regeln die das Funkgerät bereithalten.

Leider kann ich keine genaue Beschreibung geben, da dies bei den Funkgeräten höchst unterschiedlich funktioniert und ich auch kein C4FM Gerät habe, welches ich als Beispiel nehmen kann.

 

Picture Service:

Mit diversen Icom Geräten ist es möglich Bilder zu senden.

Das Modul XLX508E ist dafür vorbereitet

 

Icom G3 Gateway:

Der XLX508 bietet ausserdem die Konnektivität für den sogenannten G3 Gateway Service für Icom Funkgeräte. Zurzeit bietet der IC-9700, der ID-4100 sowie der ID-51 Plus 2 diese Möglichkeit. Für den IC-9700 braucht man nur sein Funkgerät, für den IC-4100 sowie den ID-51 Plus 2 benötigt man zusätzlich einen PC sowie das OPC2850 Kabel. Der G3 Gateway bietet in Verbindung mit den genannten Funkgeräten, 2 verschiedene Modis. Einmal den Gateway Modus und den Terminal Modus.

Der Gateway Modus stellt hierbei eine direkte Verbindung zum XLX508, wie ein Hotspot zur Verfügung.

Der Terminal Modus stellt eine direkte Verbindung zum XLX508 her und man kann dann ohne HF direkt in den XLX508 sprechen.

Die jeweilige Anleitung der Funkgeräte liefert die Beschreibung, was dafür zu tun ist.

Die IP die für den Terminal/Gateway Modus benötigt wird lautet: 185.188.4.15.

Ich kann jedoch auch bedingt Support liefern.

 

Nun noch ein bisschen was als Nachsatz zum Betrieb des XLX508

 

Diese Anleitung bietet die meisten Funktionalitäten des XLX508.

Sofern was fehlt, bitte ich um einen Hinweis und ich werde die Funktion die ich nicht beschrieben habe nachtragen.

Sobald es Erweiterungen gibt, werden diese hier auch schnellst möglich nachgetragen.

Diese Gateway Service wird von meinem Sohn Julian und mir betrieben.

Wir betreiben diesen Gateway aus reinem Eigeninteresse und um der Community der Funkamateure speziell in OWL und auf der ganzen Welt die oben genannten Möglichkeiten zu eröffnen.

Sollte der Service mal nicht funktionieren oder nur bedingt, bitte ich um kurze Info per Feedbackformular oder per Email an admin@hb9gfx.ch . Aber bitte bedenkt, wir sind auch berufstätig und können nicht 24Stunden / 7 Tage / 365 Tage pro Jahr Support liefern. Wir versuchen schnellst möglich einen Fehler zu beheben, wenn er dann an uns herangetragen wird.

Auch bin ich auf der Suche nach Jemanden, der mich beim Betrieb des Servers unterstützen kann.

Es bedarf ein paar Linux Kenntnissen und sonst nichts.

Angebote bitte auch an die oben genannte Email Adresse.

Der Betrieb ist nicht kostenlos und wird von Julian und mir getragen.

Zur Veranschaulichung was hinter dem XLX508 steckt.

Es wurde ein Server im Wert von etwa 700€ (gebraucht) verbaut.

Die XLXD Software ist kostenlos und wurde von Luc LX1IQ geschrieben.

Der YSF Gateway wurde von Jonathan G4KLX geschrieben.

Der monatlichen Kosten für die Miete, Strom und Traffic belaufen sich auf etwa 70€

Die Ambe Decoder und der LePotato haben etwa 400€ gekostet.

Somit betragen die Ivestitionskosten für den Gateway ohne das Drumherum (Steckdosen, Router, Switch usw, was eben benötigt wird um Server in einem Rechenzentrum zu betreiben), was man noch braucht, etwa 1100€ plus etwa 70€ monatlich (840€/Jahr) an laufenden Kosten. 

Spenden werden gerne entgegengenommen.

Dies können auf das Paypal Konto DG9BDI/HB9GFX als Familie/Freunde überwiesen werden.

Alle gespendeten Gelder fliessen zu 100% in den Betrieb und die Erweiterung des Gateways.


Vielen Dank

 

73 und Viel Spass mit den Services von XLX508

 

HB9GFX Stefan